
Gärtnern wie Gott in England
Gerda Walton lädt ein zu einer Reise durch die schönsten Gärten Englands.
von Jens Haentzschel erschienen am 16.02.2026Das Land ist Maß aller Dinge, wenn es um Gärten und ums Gärtnern geht. England ist eine Inspirationsquelle. Das wird immer dann bewusst, wenn man selbst von Garten zu Garten reist. Die Journalistin Gerda Walton ist ein Lexikon an Gartenwissen und bündelt diese Leidenschaft des Reisens durch britische Gärten in ihrem neuen Buch.
Historische Gärten treffen Cottage Gärten, Frühlingsgärten auf Rosengärten, dazu macht Walton bewusst, was die englische Gartenkunst ausmacht: Mixed Borders, Walled Gardens, Stumpery, Englischer Rasen und Blütenpracht, die mal sortiert im Beet, aber ebenso unsortiert sprießen darf, wo es die Natur mag.
Ihr Buch ist ein Must-Have, wenn England gärtnerisch eine Rolle spielt. Hinzu kommt ein mehrfacher Mehrwert. Walton listet Parks und Gärten thematisch sortiert auf, und lädt zur Entdeckungsreise ein, in der sich gärtnerische Vielfalt ebenso zeigt wie typische gestalterische Handschriften britischer Gartenkunst. Praktisch wird es dort, wo Pflanzen ins Spiel kommen, die man immer wieder gern sieht wie Allium, Hasenglöckchen, Disteln, Lavendel oder Rittersporn.
So erklärend, inspirierend und fachkundig die Texte sind, so bedauerlich ist ein Teil der Fotoauswahl, was gerade in einem großformatigen Buch deutlich auffällt. Warum es so überraschend viele „schwache“ Motive ins Buch geschafft haben, bleibt unverständlich. Schlussendlich ist es ein Buch, das trotz dieser Schwäche durchweg verzaubert.








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