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Eröffnung am 18. April

Musterpark für den Klimaschutz

Der Park der Gärten, Deutschlands größte Mustergartenanlage in Bad Zwischenahn, stellt mit der Eröffnung des neuen Musterparks die Weichen für klimaangepasstes Gärtnern.

von Park der Gärten erschienen am 10.03.2026
Pünktlich zur Eröffnung entsteht der neue Musterpark für den Klimaschutz. © Park der Gärten
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Der Park der Gärten präsentiert zum Saisonstart am 18. April 2026 den neuen „Musterpark für den Klimaschutz“. Mit einem modernen Bewässerungsmanagement stellt sich der Park „klimafit“ für die Zukunft auf und setzt mit der Outdoorausstellung „Grünes Band“ zugleich ein starkes Zeichen für klimafreundliches Gärtnern im Privatbereich. In neuen gärtnerischen Präsentationen, Beispielbepflanzungen und fünf neu errichteten interaktiven Ausstellungs-Pavillons erhalten Gartenbesitzer auf rund 3.000 qm Inspiration und praxistaugliche Tipps.

Modernisierungsprogramm

Unter dem Leitmotiv des Klimaschutzes investiert der Park in eine umfassende infrastrukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung, die mit über 3 Mio. € zu 90 % aus Fördermitteln des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ und zu 10 % von der Gemeinde Bad Zwischenahn als Projektträger finanziert werden.

Ziel ist es, den Park mit einem Bewässerungsmanagement klimafit für die Zukunft aufzustellen und die jährlich über 200.000 Besucher für klimafreundliches Gärtnern im eigenen Garten zu sensibilisieren.

Extremwetter und Ressourcenknappheit herausfordernd

Auch der 14 ha große Park der Gärten steht vor neuen klimatischen Realitäten. Lange Hitzeperioden und Starkregenereignisse machen die bisherige, teils manuelle Bewässerung als auch das abfließende Regenwasser sehr ineffizient. Das neue Bauprojekt löst diese Probleme durch ein intelligentes Be- und Entwässerungssystem, das Regenwasser speichert, anstatt es ungenutzt in die Kanalisation abzuführen. Das Kernstück der Modernisierung ist die Erweiterung der automatischen Beregnungsanlage. Mittels modernster speicherprogrammierbarer Steuerung wird der Wasserhaushalt digital optimiert. Eine Bodensonde liefert Echtzeitdaten, um einen Überblick über die Bodenfeuchtigkeit in den verschiedenen Schichten zu erhalten. Die Bewässerung erfolgt primär aus einem nun vergrößerten Regenwasserspeicherbecken.

Die verschiedenen Speicherbereiche des Parks werden nun miteinander vernetzt. Mit einer Leistung von bis zu 40 m³/h ermöglicht eine neue Sandfilteranlage den Einsatz besonders sparsamer und fein abgestimmter Bewässerungstechnik im Park.

Weitere Maßnahmen

  • Das zentrale Regenwasserspeicherbecken, die „Lagune“, wurde vertieft, wodurch sich das Speichervolumen um 1.500 m³ auf insgesamt 4.500 m³ erhöht hat. Eine neue Aussichtsplattform an der Lagune macht das komplexe Wassermanagement für Besucher erstmals visuell erfassbar.
  • Entsiegelung und Versickerung: Rund 1.500 m² alte Beton- und Asphaltflächen wurden entsiegelt. An ihre Stelle treten moderne, versickerungsfähige Beläge.
  • Vertiefen können die Besucher ihr Wissen in der interaktiven Outdoorausstellung entlang des „Grünen Bandes“. Dafür wurden fünf neue Holzpavillons errichtet, die über Illustrationen und interaktive Exponate auf anschauliche Weise erlebbar machen, wie jeder Gartenbesitzer persönlich zum Klimaschutz beitragen kann.
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