
Der Garten von Emil Nolde
Dem Garten Emil Noldes wurde nun erstmals eine eigene Publikation gewidmet, verfasst von der Kunsthistorikerin Magdalena Moeller.
von Antje Peters-Reimann erschienen am 28.11.2025Der Maler Emil Nolde (1867–1956) ist neben seinen Bildern mit religiösen Motiven vor allem für seine Blumenbilder bekannt. Viele der in Öl und Aquarell geschaffenen Werke entstanden in seinem üppigen Garten, der bis heute sein Wohn- und Atelierhaus in Seebüll umgibt. Hier in Nordfriesland schuf er gemeinsam mit seiner Frau Ada ein Gesamtkunstwerk aus Architektur und Künstlergarten. Diesem Garten wurde nun erstmals eine eigene Publikation gewidmet, verfasst von der Kunsthistorikerin Magdalena Moeller, die auch die Fotografien zu dem Band beigesteuert hat.
Während Nolde die kalte Jahreszeit vor allem in Berlin verbrachte, verlebte er den Sommer mit Ada in Seebüll und nutzte seinen Garten als Inspirationsort für seine Kunst. Die Besonderheit der Gestaltung – darunter zwei Wege, die in Form der Initialen der Vornamen Emil und Ada Noldes Blumenbeete im Garten umschließen – zeigt Magdalena Moeller detailliert auf und schlägt sachkundig die Brücke zwischen Kunst und Gartenkunst Noldes. Anhand eines Plans des Blumengartens, von historischen Fotografien, Noldes Blumenbildern und Moellers eigenen Fotografien kann man dem Wandel des Gartens seit seiner Entstehung in den 1920er-Jahren nachspüren.
Ein großes Kapitel beschreibt die Pflanzen, die den Garten heutzutage zwischen März bis Oktober prägen. Viele der beschriebenen Stauden, Einjährigen und Gehölze hat es schon dort in der Entstehungszeit des Gartens gegeben. Ein Beitrag über die 30 schönsten Blumen in Noldes Künstlergarten rundet den Text-Bildband über Emil und Ada Noldes Garten ab und macht Lust, ihn einmal in der warmen Jahreszeit selbst zu erkunden. Darüber hinaus sollte man sich einen Besuch in dem vom Künstler einst selbst entworfenen Wohnhaus, das heute als Museum das einzigartige Werk des Künstlers zeigt, keinesfalls entgehen lassen!











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