Alwin Seifert
Über „bodenständige Gartenkunst“
Naturschutz, aber auch Gartenarchitektur sind und waren nicht vor völkisch-ideologischem Gedankengut gefeit. Das zeigt die Biografie von Alwin Seifert: ein Karrierist während des Nationalsozialismus, der auch nach dem Krieg erfolgreich in der Garten- und Landschaftsplanung weiterarbeiten, forschen und lehren durfte.
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Alwin Seiferts steile Karriere beginnt im Nationalsozialismus, als ihn der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Fritz Todt Anfang 1934 zu seinem Berater für die „landschaftliche Eingliederung“ der Reichsautobahnstrecken ernennt. 1937 tritt er in die NSDAP ein. In dem Buch „Im Zeitalter des Lebendigen“ fasst er 1941 seine wichtigsten Aufsätze zur Landschaftsplanung zusammen. Seifert entwirft für die nationalsozialistische Führungsriege Gärten, so etwa die Privatgärten von Rudolf Heß und Fritz Todt. Er plant die Außenanlagen der Stabssiedlung Heß in Pullach bei München und der Führersiedlung in Linz. Ab 1943 ist Seifert auch für Albert Speer, den Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, in Frankreich, Italien und in den...


